Eine angemessene Honorierung der Leistungen der Schauspieler und Beteiligten an allen Auswertungen des künstlerischen Beitrags.
Komplexe Themen verlangen Kompetenz, Geduld und Durchhaltevermögen.
Die wirtschaftliche Situation vieler Schauspielerinnen und Schauspieler wird zunehmend durch sinkende oder stagnierende Einkünfte aus Verwertungserlösen belastet. Besonders kritisch wird die Entwicklung der Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften gesehen, insbesondere der GVL, die seit 2010 in vielen Bereichen deutlich reduzierte Zahlungen an ausübende Kunstschaffende vornimmt.
Der IDS begleitet diese Entwicklungen kritisch und bringt sich aktiv in die politische und rechtliche Debatte ein. Im Kontext der Reform des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) sowie der Umsetzung europäischer Richtlinien zur kollektiven Rechtewahrnehmung hat der Verband frühzeitig Stellung genommen und wird sich weiterhin in die parlamentarischen Beratungen einbringen.
Auch im Bereich der sozialen Absicherung engagiert sich der IDS kontinuierlich. Ziel ist insbesondere der Erhalt und die Weiterentwicklung des Status der unständig Beschäftigten, die für viele Schauspielerinnen und Schauspieler im Medienbereich von zentraler Bedeutung sind. Der Verband hat hierzu bereits mehrfach Eingaben beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemacht und begleitet entsprechende Verfahren vor Krankenkassen, der Clearingstelle und den Sozialgerichten.
Parallel dazu verschärft sich die Situation im Hinblick auf Honorare und Sozialabgaben. Sinkende oder stagnierende Gagen sowie eine schwächere Verhandlungsposition führen zunehmend zu strukturellen Nachteilen für Schauspielerinnen, Schauspieler sowie Synchronschauspielerinnen und Synchronschauspieler. Fälle von sogenanntem „Blacklisting“ erschweren zusätzlich faire Vertragsverhandlungen.
Im Bereich des Urhebervertragsrechts setzt sich der IDS seit Jahren für eine Stärkung der Position von Urheberinnen, Urhebern und ausübenden Kunstschaffenden ein. Gesetzesinitiativen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz werden vom Verband aktiv begleitet, kommentiert und im Sinne einer wirksamen praktischen Umsetzung weiterentwickelt.
Der IDS steht dabei für einen kontinuierlichen Dialog mit Politik, Verwertungsgesellschaften und Branche – mit dem Ziel, die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Schauspielerinnen und Schauspieler nachhaltig zu verbessern.
Unsere Haltung
Der IDS versteht sich als engagierte Interessenvertretung, die individuelle Unterstützung mit politischer Arbeit verbindet. Wir begleiten unsere Mitglieder bei konkreten Problemen ebenso wie auf struktureller Ebene – mit dem Ziel:
Mehr Fairness, mehr Sicherheit und mehr Anerkennung für künstlerische Arbeit.